Mehr als 120 Kinder und Jugendliche aus Mittel- und Osthessen trafen sich beim Zeltlager des VCP bei Grünberg – ein Zeichen dafür, dass Pfadfinden gefragt ist und begeistert. In Gemeinschaft erlebten sie Natur, Abenteuer und Verantwortung. Die EKKW unterstützt die Pfadfinderarbeit und würdigte den VCP 2025 mit dem Engagementpreis für seine innovativen Schulungsangebote.

In einer Welt, in der digitale Medien oft den Alltag bestimmen, bietet die Pfadfinderbewegung jungen Menschen eine wertvolle Alternative: echte Begegnungen, gemeinsames Erleben und Abenteuer in der Natur – ganz ohne Bildschirm. Das stärkt nicht nur das Miteinander, sondern spricht auch Kinder und Jugendliche an, die sich in klassischen Angeboten der Jugendarbeit weniger wiederfinden. Ob beim Geländespiel, am Lagerfeuer oder beim Planen gemeinsamer Aktionen – Pfadfinden schafft Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben.
Zeltlager: «Feuer und Flamme – fürs Pfadfinden»
Wie groß die Begeisterung für das Pfadfinden ist, zeigte sich Mitte Juni bei einem Zeltlager des Verbands Christlicher Pfadfinder*innen (VCP) in der Nähe von Grünberg. Unter dem Motto «Feuer und Flamme – fürs Pfadfinden» verbrachten über 120 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus Mittel- und Osthessen fünf Tage in der Natur. Eingeladen hatte der VCP, der mit dem Lager Begegnung, Gemeinschaft und Naturerfahrung in den Mittelpunkt stellte.
Teilgenommen haben Gruppen aus Fulda, Kirchhain, dem Lumdatal und weiteren Orten, berichtete Robin Günkel vom VCP Bunte Bande Kirchhain. Gemeinsam wurde gespielt, gebaut, gekocht, gesungen – und vor allem Gemeinschaft erlebt. Ein besonders bewegender Moment war die feierliche Aufnahme der neu gegründeten Pfadfindergruppe «VCP Frère Roger» aus Bebra, die im Rahmen des Lagers offiziell in die regionale Struktur aufgenommen wurde. Die Freude war groß – auch, weil damit die Pfadfinderarbeit in der Region weiterwächst.
Kreatives Lagerspiel stärkte Zusammenhalt
Ein Höhepunkt des Programms war ein großes Lagerspiel, bei dem die Gruppen durch kreative Ideen, sportliches Geschick und besonderes Engagement symbolische «Flammen» sammeln konnten. Diese wurden morgens und abends mit einem Brandeisen auf die Holztafeln der jeweiligen Gruppen gebrannt – ein starkes Bild für das gemeinsame Lagererlebnis und den Zusammenhalt.

Auch Eltern und Erwachsene aus Großenlüder und Hofbieber nutzten die Gelegenheit, das Lager zu besuchen. Sie interessieren sich für den Aufbau eigener Pfadfindergruppen in ihrer Gemeinde und erhielten beim Schnuppertag vielfältige Einblicke in die gelebte Jugendarbeit des VCP.
Organisiert wurde das Lager von einem jungen, ehrenamtlichen Team, das mit monatelanger Vorbereitung, großem Einsatz und viel Leidenschaft das Zeltlager auf die Beine stellte. Ziel war es, Jugendlichen Freiräume zu bieten, in denen sie sich ausprobieren, Verantwortung übernehmen und neue Freundschaften schließen können.
Enge Zusammenarbeit mit der EKKW
Der Verband Christlicher Pfadfinder*innen (VCP) und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) arbeiten eng in der Kinder- und Jugendarbeit zusammen. Die Kooperation umfasst oft gemeinsame Projekte und Gruppenangebote in Zusammenarbeit mit Kirchenkreisen und Kirchengemeinden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung ehrenamtlicher Leitungsverantwortung. Die EKKW unterstützt die Fortbildungsangebote des VCP, die junge Menschen gezielt auf Leitungsaufgaben in Kirche und Gesellschaft vorbereiten. Für sein Engagement in diesem Bereich wurde der VCP im Jahr 2025 mit dem Engagementpreis der EKKW ausgezeichnet. Gewürdigt wurden insbesondere innovative Schulungsformate zu Moderation, Entscheidungsfindung und Konfliktmanagement.
Darüber hinaus wird der Austausch durch gemeinsame Veranstaltungen, Workshops und Netzwerktreffen gestärkt. Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie demokratische Teilhabe, die Motivation junger Menschen zum Ehrenamt sowie neue Formen der Leitung innerhalb der Kirche.
Dieser Artikel ist zuerst am 06.07.2025 auf ekkw.de erschienen.
Organisatorisches

… findet schon sehr bald statt. Bisher haben sich vor allem Stämme dazu angemeldet, die schon häufig daran teilgenommen haben. Allen Stämmen sei die Teilnahme empfohlen, gerade wenn die Meute nicht so groß ist, bleibt es für die Teilnehmenden ein bleibendes Erlebnis, es geht schließlich um die Olchis!
… ist direkt nach dem Wölflingstag, genau richtig für die eben noch gestressten Gruppenleiter. Der Gegenteiltag findet in Dagobertshausen (bei Melsungen) statt, mittlerweile haben wir ein unpfadfinderisches Programm der Extraklasse zusammengestellt, irgendwas zwischen Krieg und Zerstörung und gutem alten Hippie-dasein. Gut die Hälfte der Plätze sind übrigens vergeben 😉









